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Erfahrungsbericht und Wandertipps mit dem Rollstuhl von Renate und Peter Günther
Peter Günther ist am 28.05.2010 im Urlaub am Titisee-Neustadt plötzlich verstorben. Wie es mit dieser Homepage weitergeht ist noch unklar. Das Anliegen würden wir gerne weiter erhalten. Wenn Sie die Inhalte und Informationen übernehmen möchten schicken Sie eine E-Mail an Familie Günther.
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Zur Person: Beide sind wir Rentner, 1941 geboren. Verheiratet seit 1963, 2 Kinder, 6 Enkel. Leidenschaftliche Camper, über 24 Jahre Wohnmobilfahrer und seit 2006 umgestiegen auf den Wohnwagen. Im Jahr 2005 musste meine Frau nach einem neuen Schub (MS) feststellen, dass sie nicht mehr große Wege machen kann. Nun, da wir jahrelang in den Urlaubswochen immer unterwegs und viel gewandert sind, war das eine bittere Wahrheit, die wir akzeptieren mussten. Ein Rollstuhl war die Lösung. Nach dem ersten Urlaub mit dem Rollstuhl kamen wir zu der Erkenntnis, dass im bergigen Gelände es nicht machbar war, eine Person, ohne Hilfe, zu schieben. Fazit: eine Schiebehilfe musste her. Nach Beratung mit der Ärztin und dem Sanitätshaus sind wir zu einer Schiebe- und Bremshilfe der Firma AAT gekommen. Es ist das Modell v-max. Nach anfänglichen kleinen Unstimmigkeiten mit dem Antrieb und Kontakte zum Servicebereich der Firma AAT Alber, kann ich nur gutes über den Antrieb und den Service sagen. Im Mai 2008 sind wir im Schwarzwald über 200 km gewandert und die weiteste Strecke war ca. 20 km lang. In den drei, links aufgeführten Wandergebiete, sind wir 2008 über 300 km mit dem Rollstuhl gewandert. 2009 haben wir im Schwarzwald und Fichtelgebirge mit dem Rollstuhl schon über 450 km zurück gelegt. Für die Touren haben wir unseren Rollstuhl aufgemotzt und ihm die größten Lenkräder (200x50) verpasst. Der nächste Schritt ist nun den Rollstuhl mit einem Vorbau zu versehen um die Geländegängigkeit zu erhöhen. Dies ist mit Hilfe eines Vorbaus der Firma Sorg geschehen und die ersten Tests haben gezeigt, daß das Rollstuhlfahren im unwegsamen Gelände, nun erst richtig Spaß macht. Wir können diesen Vorbau allen denen empfehlen, die gerne Touren durch Wald und Flur machen möchten. Die Kombination von Schiebehilfe und Vorbau ist eine gute Möglichkeit, dieses ohne große Schwierigkeiten, zu tun. Achtung: Fast alle Wanderungen setzen voraus, dass der oder die Gehbehinderte allein oder mit Hilfe, den Rollstuhl verlassen kann, um z.B. in einen Bus ein- und auszusteigen. |
* Landesvermessungsamt Bayern, TK 1:25.000. www.geodaten.bayern.de * MagicMaps GmbH, Bayern 3D. Das interaktive Kartenwerk. www.magicmaps.de